Openwater Instructor Kurs und Club Instructor Theory Exam  Juni 2006

 

 

24/25.06.2006 Wacker geschlagen?

Nachdem sie am IFC (Instructor Foundation Course) in Holland schon vor einiger Zeit teilgenommen hatten, besuchten am Wochenende 24./25. Juni 2006 Andreas und Martin den Open Water Instructor Course (OWIC) und das Theory Instructor Exam (TIE) in Heidelberg. Unter anderem auf Initiative unseres Clubs, des Roche Sub Aqua Club, hatte das Headquarter von BSAC eingewilligt, diese Kurse einmal nicht in Holland, sondern im Südwesten Deutschlands durchzuführen. Trainiert wurden hauptsächlich Taucher aus Heidelberg, Darmstadt und Basel, für die die Reise in die Niederlande doch recht weit ist. Aber auch zwei holländische Taucher waren diesmal dabei, die offensichtlich den Weg nach Heidelberg nicht gescheut hatten.

Der OWIC fand am Samstag statt. Wir waren in Gruppen zu drei Auszubildende auf einen Instruktor aufgeteilt. Der Tag fing mit einer allgemeinen Einführung zum Sinn und Zweck des Kurses statt; danach wurde in den einzelnen Gruppen die vier zu präsentierenden Lektionen besprochen. Praktisch am See (in St. Leon) sollte jeweils in 45 Minuten gezeigt werden: "Mask Clearing", "Compass Work", "Controlled Buoyant Lift" und "Landing and Recovery". Dabei gab der Instruktor die erste Lektion, um den Studenten noch einmal in Erinnerung zu rufen, wobei es beim Lehren und Demonstrieren ankommt. Danach waren die Studenten an der Reihe: ein jeder "unterrichtete" sein Thema. Vor allem wegen des sehr schönen, aber halt auch recht warmen Wetters und des ständingen An- und Ausziehens des Kits war es ein sehr anstrengender Tag! Es gab viel, viel zu Lernen, und zum Glück auch hin und wieder die Gelegenheit zum Lachen - beides, übrigens, über sich selbst. Die vorher vom Heidelberger Club, der die Organisation dieses Events dankenswerterweise übernommen hatte, besorgten "packed lunches" und viele Flaschen gekühlten Wassers sorgten dafür, daß die Teilnehmer sich stärken konnten.

Wieder im Hotel wurde dann der Tag zuerst gemeinsam und dann in den Lerngruppen noch einmal aufgearbeitet und besprochen. Die den Gruppen zugeteilten Instruktoren gaben sich alle erdenkliche Mühe, ein sehr detailliertes und positives Feedback zu jedem einzelnen Studenten zu geben.

Gefolgt wurde diese "Recap"-Session von einem Vortrag über Unterwasserphotographie. Obwohl über ein extrem spannendes Thema referiert wurde, nahmen einige Kursteilnehmer jedoch die Gelegenheit war, vor dem Abendessen noch ein kleines Nickerchen zu halten.

Abends im Hotel dann gab es das "gesellige Zusammensein" am Barbeque für diejenigen, die auch einmal auf die WM verzichten konnten. Die Fußballinteressierten konnten im Speisesaal den Mannschaften von Argentinien und Mexico bei deren Bemühungen, das Viertelfinale zu erreichen, zusehen.

Am nächsten Morgen fand dann, wieder am See St. Leon, das Practical Instructor Exam (PIE) statt. Unsere beiden Vertreter waren dafür noch nicht angemeldet. Gegen Mittag fanden sich dann alle am EMBL in Heidelberg wieder ein, um das TIE zu absolvieren. Dieses besteht aus zwei Teilen: einerseits muß ein Thema, welches dem Kandidaten ca zwei Wochen vor dem Examen mitgeteilt wird, zehn Minuten lang vor einer Gruppe Studenten präsentiert werden. Darüberhinaus gilt es, einen Theorietest mit 60 Fragen innerhalb einer Stunde zu beantworten. BSAC ist sich natürlich im Klaren darüber, daß nicht alle Kandidaten Englisch als Muttersprache haben; daher wurde uns 15 Minuten mehr Zeit zum Beantworten der Fragen gegeben.

Leider werden die Ergebnisse, die wir erzielt haben, erst in zwei Wochen mitgeteilt. Im Moment können wir also nur hoffen, aber nicht die Frage beantworten, ob wir uns "wacker geschlagen" haben. Auf jeden Fall, egal, ob wir die Prüfungen soweit bestanden haben, wir haben ein sehr interessantes und schönes Wochenende in Heidelberg verbracht. Wir haben viel gelernt, und manche nette Bekanntschaft gemacht. Wir würden jeden Taucher dazu ermutigen, sich wie wir dem IFC, OWIC und TIE zu unterziehen.

Andreas & Martin


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